Wissenschaftliche Fakten zu 2 Mineralien — gemäß EU-Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Forschungsleitfaden lesenDie Zähne des Menschen bestehen zu einem erheblichen Teil aus mineralischen Strukturen. Der Zahnschmelz — die äußerste Schicht des sichtbaren Zahns — gilt als das härteste Gewebe im menschlichen Körper und besteht zu etwa 97 % aus Hydroxylapatit, einer kristallinen Verbindung auf Calcium- und Phosphatbasis.
Das darunterliegende Dentin enthält ebenfalls Hydroxylapatit, allerdings in geringerer Dichte als der Schmelz. Beide Strukturen unterliegen einem fortlaufenden Prozess der Demineralisation und Remineralisation, der durch die Zusammensetzung des Speichels, die aufgenommene Nahrung und den pH-Wert in der Mundhöhle beeinflusst wird.
Bestimmte Mineralien tragen gemäß der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Erhaltung normaler Zähne bei. Die EU-Kommission hat auf Grundlage wissenschaftlicher Gutachten zugelassene gesundheitsbezogene Angaben für Calcium und Phosphor veröffentlicht.
Sowohl Calcium als auch Phosphor verfügen über eine von der EU zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zur Erhaltung normaler Zähne.
Calcium ist der mengemäßig bedeutendste Mineralstoff im menschlichen Körper. Rund 99 % des gesamten Calciums befinden sich in Knochen und Zähnen, wo es als Hauptbestandteil des Hydroxylapatits die mineralische Grundstruktur bildet. Im Zahnschmelz sorgt Calcium für die kristalline Härte, die den Zahn vor mechanischen Einflüssen schützt.
Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Sesamsamen und angereicherte pflanzliche Getränke zählen zu den bekannten Calciumquellen. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU-Verordnung bei 800 mg.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Phosphor ist nach Calcium das zweithäufigste Mineral im menschlichen Körper. Etwa 85 % des Phosphors sind in Knochen und Zähnen eingelagert, wo er zusammen mit Calcium die Hydroxylapatit-Kristalle bildet. Im Dentin und Zahnschmelz liegt Phosphor als Phosphat vor und trägt zur strukturellen Festigkeit bei.
Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind natürliche Phosphorquellen. Der tägliche Referenzwert liegt gemäß EU bei 700 mg.
Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Der menschliche Zahnschmelz durchläuft täglich Phasen der Demineralisation und Remineralisation. Bei der Demineralisation lösen Säuren — erzeugt durch Bakterien oder durch säurehaltige Lebensmittel — Calcium- und Phosphationen aus dem Schmelz heraus. Während der Remineralisation lagern sich diese Ionen, sofern verfügbar, wieder in die Kristallstruktur ein.
Dieses Gleichgewicht hängt von mehreren Faktoren ab:
Calcium bildet zusammen mit Phosphat das Grundgerüst des Hydroxylapatits (Ca₅(PO₄)₃OH), der kristallinen Verbindung, die dem Zahnschmelz seine außergewöhnliche Härte verleiht. Im Dentin liegt Hydroxylapatit in einer weniger dichten Anordnung vor, eingebettet in eine kollagene Matrix.
„Calcium trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Die Calcium-Homöostase im Körper wird durch Parathormon, Calcitonin und Vitamin D reguliert. Sinkt der Calciumspiegel im Blut unter einen bestimmten Schwellenwert, kann der Körper Calcium aus den Knochen mobilisieren. Die Zähne nehmen an diesem Austauschprozess jedoch nicht teil, da der Zahnschmelz nach seiner vollständigen Bildung keine direkte Blutversorgung mehr besitzt.
Phosphor liegt in Zähnen und Knochen überwiegend als Phosphat (PO₄³⁻) vor. Als zweiter Hauptbestandteil des Hydroxylapatits ist Phosphat direkt an der mineralischen Integrität des Zahnschmelzes beteiligt. Darüber hinaus ist Phosphat an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, darunter die Energiegewinnung über ATP und die Signaltransduktion.
„Phosphor trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei“ — Gemäß Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Im Speichel liegen Phosphationen gelöst vor und tragen zur Übersättigung des Speichels mit Calcium und Phosphat bei. Diese Übersättigung ist der thermodynamische Antrieb für die Remineralisation des Zahnschmelzes nach Säureangriffen.
Vollständige Informationssammlung zu Calcium, Phosphor und der Erhaltung normaler Zähne — basierend auf EU-zugelassenen Angaben.
Einmaliger Zugang · Digitales Informationsprodukt
Die auf dieser Webseite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen in keinem Fall eine professionelle medizinische Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt oder eine approbierte Ärztin. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Diese Webseite steht in keiner Verbindung zu Google LLC, YouTube LLC, Alphabet Inc. oder einem ihrer Tochterunternehmen. Google und YouTube sind eingetragene Marken von Alphabet Inc. Die auf dieser Seite dargestellten Inhalte wurden nicht von Google oder YouTube geprüft, genehmigt oder empfohlen. Alle auf dieser Webseite gezeigten Ergebnisse und Aussagen sind individuell und können von Person zu Person abweichen. Wir verwenden möglicherweise Google-Dienste für Werbezwecke, was keine inhaltliche Verbindung oder Empfehlung durch Google oder YouTube impliziert.